Ascendency

Foto: Fräuleinhaupt Photografie

Wieder stellen wir Euch eine junge Nachwuchsband aus Bielefeld vor. Ascendency gründete sich 2009 und bezeichnen ihren Musikstil als "Post-Hardcore". Wir trafen sie beim Rock am Hallenbrink und waren uns sofort einig: Diese Band wollen wir Euch vorstellen! Alex hat daher ein kleines Interview vorbereitet, um Euch diese Band etwas näher zu bringen.

Interview

​Navigator: Erst einmal haben wir ein paar Fragen zum Kennenlernen: Wer sind Ascendency, was steckt hinter eurem Namen und wie habt ihr zusammengefunden?

 

Ando und Max: Ascendency – das ist eine junge Post-Hardcore-Formation aus Bielefeld, bestehend aus den Twins Max (Vocals) und Ando (Bass), Markus und Sarina (Gitarren) und Lance (Drums). Mit “Ascendency “ verbindet man im Englischen die Bedeutung “Aufstieg”. Inspiriert hat uns dabei der Gedanke, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, das immer größere Kreise zieht. Bei uns gibt es einen richtigen Gründungsmythos: Hätte nicht im Jahr 2009 ein wildfremder Student aufs Geratewohl in einer übervollen S-Bahn gefragt, ob zufällig ein Bassist anwesend wäre, hätte es diese Band mit Sicherheit nie gegeben.

 

Navigator: Was macht den Sound von  Ascendency aus, welche Bands haben euch musikalisch geprägt und woher kommen die Inspirationen für die Lyrics?

 

Ando und Max: Wir versuchen, beide Extreme des Genres zu bedienen. Sowohl krachende Breakdowns, verzerrte Gitarren und Screams, als auch hymnische Refrainmelodien, die im Ohr bleiben, in Verbindung mit elektronischen Highlights. Bei dieser Ausrichtung kommen wir natürlich nicht an Bring me the Horizon vorbei, die sich auf jeder Platte neu erfinden, außerdem Architects und Bullet for my Valentine. Für die Texte zeichnet sich meist Lance verantwortlich, dem es gelingt, tiefe Emotionen und intensive Stimmungen in poetische Worte zu kleiden.

 

Navigator: Wenn euch die freie Wahl gelassen würde, mit wem würdet ihr gerne mal zusammenarbeiten (für einen Song oder ein Album, auf der Bühne, ...)?

 

Ando und Max: Hätten wir einen Wunsch frei, dann wäre Jordan Fish (Mastermind bei BMTH ) unser Favorit, dessen Kreativität keine Grenzen zu kennen scheint.

Auf der Bühne würden wir erst einmal gerne die ostwestfälischen Lokalmatadore einbeziehen, beispielsweise Soulbound, Summery Mind oder All Nine Yards (zwinker, zwinker).

 

Navigator: Wie sieht denn euer musikalischer Background aus und was waren eure ganz persönlichen Anfänge? Wir haben da mal was von Mirror's End mitbekommen...

 

Ando und Max: Da habt ihr aber tief in den Archiven den Staub aufgewirbelt. Tatsächlich haben wir mit Mirror's End seit 2004 unsere ersten Band- und Bühnenerfahrungen gesammelt. Im Grunde eine Schülerband, haben wir aber dennoch von Anfang an eigene Ideen umsetzen wollen und uns damals in Richtung Folkmetal entwickelt. Auch die anderen Bandmitglieder haben schon in verschiedenen Combos gespielt und variable Stilrichtungen erkundet.

 

Navigator: So neu auf dem Musikmarkt seid ihr als Band ja nicht. Nach euren Anfängen als Dark Daze Ahead in 2009 habt ihr den Wechsel zu Ascendency gemacht und nach eurem Album "The Cold Within" eine Pause eingelegt. Wie kam es zu der Pause und was waren eure größten Herausforderungen nach dem Wiedereinstieg?

 

Ando und Max: Die Lebensjahre zwischen 20 und 30 sind immer von krassen Umbrüchen geprägt. Nach drei erfolgreichen Jahren, 27 Shows und zwei Platten fehlte mehreren Bandmitgliedern aus beruflichen Gründen die Zeit. Eine Neuverpflichtung kam für unseren “Perfect Circle” nicht in Frage. Mit der Reunion mussten wir für uns zunächst klären, welche Rolle jeder einzelne in der Band einnehmen kann und will. Auch die stilistische Ausrichtung wollten wir neu definieren, denn wir alle hatten uns weiterentwickelt. Unsere alten Evergreens (“Sayonara”, “Flowers on the Sidewalk”) leben dennoch in unseren Herzen weiter. Noch schwieriger war es, nach fünf Jahren im Exil wieder in der Szene Fuß zu fassen. Neue Kontakte mussten geknüpft, frühere Hörer zurückgewonnen werden. Und auf der Bühne mussten wir uns beweisen, dass wir nichts verlernt haben.

 

Navigator: Ihr spielt auf der Bühne nicht nur Musik, sondern unterhaltet auch mit akrobatischen Einlagen. Woher kommt diese Energie und seid ihr privat auch so sportlich unterwegs?

 

Ando und Max: Wir wollen den Zuschauern auch über die Musik hinaus etwas Besonderes bieten und gleichzeitig genauso ausrasten wie die Leute im Moshpit. Dazu kommt, dass wir mit Max und Ando zwei Sportlehrer in unseren Reihen haben, die bei unseren Riffs einfach nicht stillhalten können. Privat sind wir alle sehr sportaffin, egal ob Fitness, Laufen oder Ballsportarten.

 

 

Navigator: Welche lustige, verrückte oder auch peinliche Bühnen- oder Backstage-Geschichte wird euch immer in Erinnerung bleiben?

 

Ando und Max: Hier müssen wir natürlich auf unser persönliches Schockerlebnis zu sprechen kommen. Während einer ansonsten großartigen Show kam es zu einer mehr als hässlichen Szene, als kurz sich vor Schluss ein betrunkener Gast, uns völlig unbekannt, nicht mehr im Griff hatte und Max grundlos mit Faustschlägen attackierte. Trotzdem haben wir das Set noch zu Ende gespielt, man ist ja schließlich Rockmusiker. Wir hätten in einer so friedlichen Szene wie unserer nie damit gerechnet.

 

Navigator: Jetzt ein paar kurze Fragen rund um das Thema Musik.

           

Erste CD: Queen – Best of

Erstes Konzert: Subway to Sally (Kick, Herford, 2003)

Momentan in meiner Playlist: Motionless in White, Ice Nine Kills, Fever333.

Bestes Lied aller Zeiten: Tool – 10.000 days

Ein Leben ohne Musik: Ist niemals eine Option.

 

Navigator: Glückwunsch für euren erfolgreichen Auftritt beim diesjährigen Rock on the Beach. Was habt ihr für die nächste Zeit noch geplant und wo würdet ihr euch in Zukunft gerne sehen?

Ando und Max: Natürlich sollen diesen Sommer noch weitere Open Airs folgen, z.B Kaarst Total!. Im Spätsommer geht es dann für uns ins Studio, wo brandneue Songs aufgenommen werden, um dann baldmöglichst als LP veröffentlicht zu werden. Wir träumen davon, 2020 eine richtige Tour zu starten und unsere Songs einer breiten Hörerschaft zugänglich zu machen.

Navigator: Zum Abschluss eine Frage, die wir allen Bands stellen: Wenn ihr euch heute entscheiden müsstet, was in ferner Zukunft auf eurem Grabstein stehen soll, was wäre eure Wahl?

 

Ando und Max: “Das Leben ist halt nicht immer Pommes und Disco”.

Interview von Alex

Quelle YouTube