Black Steam

Wir haben die Ehre, euch auf eine kleine aber feine Band aus unserer Heimat aufmerksam zu machen.

Blacksteam besteht aus 6 erfahrenen Musikern aus den unterschiedlichsten Richtungen, von Rock über Klassik und Metal wurde da schon so einiges gespielt. Jetzt also Steam Rock! Mehr Informationen zur Band und ihren Mitgliedern selbst gibt es unten im Interview.

Nachdem wir schon einen amüsanten Abend im Probenraum mitbekommen durften, waren wir natürlich umso gespannter auf das nächste Konzert. Am 06.04.2019 haben sie im Kastanienkrug in Oerlinghausen gespielt und ich habe mir das mal angehört.

Hinten in der Gaststätte gibt es einen Veranstaltungsraum mit kleiner Bühne und Sitzgelegenheiten inklusive Tischen. Beim Konzert gepflegt die Beine ausstrecken und zu Abend zu essen, das hat schon was. Zumindest in der Theorie, die Praxis sieht dann doch eher so aus: Vor dem Plakat einer großen Maschine treten Blacksteam auf die Bühne, die Show startet und 40-50 begeisterte Zuschauer sitzen auf der Stuhlkante oder stehen sogar. Trotz gemütlicher und entspannter Atmosphäre wippen die Beine und alle Augen sind auf die Band gerichtet.

Aufgrund der Größe der Bühne und des Raumes ist es sehr laut und Ohrstöpsel sind hier wirklich ein Segen, aber die Musik gefällt und reißt mit. Und Musizieren, das kann Blacksteam! Sie schwingen sich von Luftschiffen zu Unterwasserszenarien, singen von kleinen Kobolden und Piraten. In aufwändigen, stets wechselnden Outfits und in ständiger Begleitung ihres skelettalen Companions Pete präsentieren sie eine Bandbreite an verschiedenen Songs. Überzeugen können sie dabei immer, ob bei der Cover-Version von Nightwishs "Sahara“ (Anette Olzon kann sich hier noch das eine oder andere abgucken!), bei Shanties wie "Pirates of the Sky" oder der guten alten Rockmusik. Und sie schaffen es auch, bei rein instrumentalen Songs die Spannung zu halten. Dies ist übrigens mal eine willkommene Abwechslung, es gibt Zeit zum Durchatmen und die Chance, die Musiker noch mal intensiver an ihren Instrumenten zu erleben.

Das Erlebnis wird abgerundet durch die unterschiedlichen Instrumente, die Eingang in ihre Musik finden: so haben wir nicht nur die klassischen Drums, Gitarren und Bass, sondern auch Keyboard, Querflöten und eine große Auswahl an verschiedensten Percussion Instrumenten wie Zimbeln, Shaker und Trommeln. Das Klangkostüm, welches Blacksteam dadurch erzeugt, fesselt und macht Spaß. Beim letzten Song "Raising Steam" mischt sogar der Feuermelder mit, was für Verwunderung und Erheiterung sorgt.

Eine sehr sympathische Crew, Freude an der Musik, Talent und Erfahrung amalgamieren hier zu einer Gruppe, die Unterhaltung garantiert. Sie sind heimatverbunden, bringen eine ganze Menge Humor und Bodenständigkeit mit und die Chemie untereinander stimmt einfach. Man merkt, im Kastanienkrug sind sie doch einfach zuhause!

 

Am Ende des Abends sehe ich überall zufriedene Gesichter, leere Biergläser und einen gefüllten Spendenhut. Das Konzert ist umsonst, aber um eine kleine Gabe zum neuen Album wird gebeten, und dieser Bitte kommt das Publikum gerne und generös nach.

Ein verdienter Applaus und ein schöner Abend!

Live könnt ihr Blacksteam in der nächsten Zeit hier erleben

Sonntag, 02. Juni 2019, 21 Uhr, Leinewebermarkt Bielefeld

Donnerstag, 11. Juli 2019, 18:30/19 Uhr, Abendmarkt Klosterplatz Bielefeld

Vorbeischauen lohnt sich!

Interview

Navigator: Stellt euch doch einmal kurz vor.

Mr. Arp: Ach du liebe Zeit. Mein Name ist Mr. Arp... Punkt. Eigentlich müsste das reichen.

 

Lucius: Du spielst Bass, ne?

 

Mr. Arp: Ach ja, ich bin ja auch noch Bassist.

 

Lucius: Ich bin Lucius Blackwell, ich spiel Gitarre und singe ein bisschen, wenn die anderen das nicht verhindern.

 

Erek: Erek Arryn Tyrell, Flöte, Percussion, Gesang.

 

Viona: Viona Gallahan, auch Gesang und Querflöte.

 

Antje: I'm the Seeker, Keyboard.

 

Viona: Es fehlt noch Bongo, unser Schlagzeuger.

Navigator: Wir haben ja schon rausbekommen, dass ihr alle aus unterschiedlichen Richtungen kommt. Was sind denn eure musikalischen und künstlerischen Vorerfahrungen und wie habt ihr zusammengefunden?

Mr. Arp: Möchtest du, Erek, oder...?

 

Erek: Ja, wir sind aus verschiedenen Bands zusammengewachsen. Wir kommen aus verschiedenen Richtungen, wie gesagt. Der Arp kommt so aus dem Technikbereich. Der Lucius ist mehr zum Metal hin, aber nicht ganz so harten Metal. Ich komme eigentlich vom Rock.

 

Mr. Arp: Ich auch!

 

Erek: Viona macht eigentlich alles, die kann auch Opern und Musical. Und die Antje war in ner Studioband. Wir haben uns eigentlich zuerst getroffen und dann haben wir gesagt, wir wollen mal was ganz Neues machen, und was, was hier in dieser Gegend also noch nicht vorkommt. Und das ist in OWL ja wie gesagt das Stiefkind. Es gibt hier keine Steampunk Band. Wobei Steampunk ja immer als komisch angesehen wird. "Ne, da gehen wir nicht hin, das ist Punk. Nein, das tun wir nicht!" Nein, es ist ganz einfach... deswegen schreiben wir öfters Steam Rock.

 

Mr. Arp: Ja, das ist ne gute Wortfindung.

 

Lucius: Das charakterisiert uns ja auch ganz gut.


 

Navigator: Jetzt mal eine Frage, die sicher so viele Antworten hat, wie es Steampunker gibt. Was bedeutet Steampunk beziehungsweise Steam Rock für euch und was liegt euch da besonders am Herzen, auch außerhalb der Musik?

Viona: Darf ich? Also ich finde es sehr erfrischend, weil es da eine große Bandbreite gibt an Erfindungsmöglichkeiten. Einmal an der Kleidung, dass man da eben viele Stile mischen kann, eben so'n bisschen was Neuzeitliches mit Licht und Dampf, aber eben auch alte Sachen, viktorianisch und so aus der Arbeiterzeit. Und genauso das Gleiche in der Musik, dass man da etwas Rockiges reinbringen kann, was Punkiges, ein bisschen Metal, etwas Klassisches. Also es ist vieles offen, was man verbinden kann und was dann da einfließt. Und auch thematisch von den Texten her ist das eine große Bandbreite.


 

Navigator: Wo wir schon bei den Texten sind: wo bekommt ihr denn eure Inspirationen her?

 

Lucius: Also Viona vom Duschen!

 

Viona: Tatsächlich, ein Stück...

 

Mr. Arp: Wenn Viona duscht, hat sie auch immer nen neuen Song parat.

 

Viona: Nein :D

 

Mr. Arp: So selten duscht du?

 

Lucius: Da ja verschiedene Leute verschiedene Texte schreiben... also ich für meinen Teil, weiß nicht, die Themen die mich gerade so beschäftigen und was zu den Songs auch ganz gut passt. Also teilweise politische Sachen, teilweise irgendwelche Romane, Fantasygeschichten. Die letzten Songs waren eher so ein bisschen auf Steampunk-Luftschiff getrimmt, dass es mehr mit unserer Identität zu tun hat. Das war mehr so meine Intention.

 

Erek: Die anderen, die ich gemacht habe, die sind eigentlich aus den 1970/71 oder noch früher, aus den ersten Rockbands. So alt sind die nämlich, ich glaube, das merkt man auch so ein bisschen am Stil.


 

Navigator: Eine Frage zu einem Song, den wir ja schon hören durften: Flibbertigibbet. Bedeutet einerseits ja so was wie "Quasselstrippe", andererseits ist es aber auch eine mythologische Figur, ein Kobold. Was ist eure Geschichte hinter Flibbertigibbet?

Erek: Das ist eigentlich auch aus den 70er Jahren und es hatte so ein bisschen den Grund, weil ich damals auch anfangs mit der Flöte losgelegt habe, meine Flöte, die ich im Moment spiele. Das ist ne alte Yamaha, die ist von 1971, hat also ein paar Jahre auf'm Buckel. Und dann hat man sich zu der Zeit natürlich für Jethro Tull interessiert. Und der hat etliche Figuren aus diesem Mythos eben rausgebracht, und außerdem Green Velvet zum Beispiel handelt ja auch von so nem gearteten Monster. Und dann habe ich was gesucht, was mit nem Buchstaben anfängt, der nicht so geläufig ist und das war das J. Der ist da drin. (lacht) Flibbertijibbet...

 

Viona: Aber passt ja auch zu uns. Also die meisten von uns haben ja doch irgendwie nen kleinen Schalk im Nacken.

 

Lucius: Trolle auf der Schulter!


 

Navigator: Die Musikszene hat natürlich Licht- und Schattenseiten und ihr habt ja auch schon ein bisschen mehr Erfahrung sammeln können. Was sind eure positivsten Erfahrungen und worauf hättet ihr vielleicht lieber verzichtet?

Viona: Jetzt also Blacksteam oder insgesamt?

 

Navigator: Insgesamt gerne.

Viona: Also eine super Erfahrung, fand ich, war zum Beispiel der Auftritt auf dem Leinewebermarkt.

 

Lucius: Ja, hätte ich jetzt auch gesagt.

 

Viona: Allein schon zu sehen, da ist sehr viel Laufkundschaft, und zu gucken, wie kommt das bei den Leuten an. Gehen die sofort weg, weil es denen überhaupt nicht liegt? Aber es war ein echt positives Feedback, weil viele Leute stehen geblieben sind, es sich angehört haben, auch geblieben sind und uns darauf angesprochen haben.

 

Lucius: Hätte ich auch genannt. Also, wir haben da glaube ich ne Menge Leute auch erreicht, die bisher mit der Sache gar nichts zu tun hatten und die jetzt erst mal natürlich wegen der Optik stehen geblieben sind. Auf der anderen Seite aber glaube ich auch oder hoffe ich auch, dass sie die Musik nicht so schlecht fanden. Negative Erlebnisse hatten wir meiner Ansicht nach bisher gar nicht, oder?

 

Mr. Arp: Nee.

 

Viona: Als Blacksteam nicht.

 

Lucius: Zumindest nicht als Blacksteam. In unseren Vorbands, ich kann ja nur von meiner reden, gabs da verschiedene negative Erlebnisse...

 

Mr. Arp: In meinem Musikerleben gab es die diversesten Pannen. Man kann noch so lange dabei sein, live passieren immer eine oder zwei Pannen. Und hat man die ausgebügelt, passieren beim nächsten Mal die nächsten Pannen, auf die man nie vorbereitet ist. Selbst nach 30, 40 Jahren... Ich kenne Musiker, die ihr ganzes Leben lang auf der Bühne sind, die sprechen immer noch von Pannen.

 

Viona: Ja, wichtig ist, darüber zu stehen.

 

Mr. Arp: Aber man will'se auch nicht mehr missen. Es sind immer schöne Erlebnisse im Nachhinein.

 

Navigator: Man hat ja auch immer was zu erzählen.

 

Mr. Arp: Ja!


 

Navigator: Ihr arbeitet momentan an eurem ersten Album als Blacksteam?

Mr. Arp: Genau.

 

Navigator: Dürft ihr schon was verraten?

 

Mr. Arp: Wir dürfen verraten, dass wir acht Songs aufgenommen haben, zum größten Teil, im Computer. Ich werde das noch mischen. Und es kommen noch zwei, drei Songs dazu. Es dauert alles, es dauert leider seine Zeit.

 

Erek: Dann machen wir nen schönes Booklet.

 

Mr. Arp: Dann machen wir nen Booklet...

 

Erek: Da werden alle Texte auch erscheinen, damit die Leute auch mal lesen können, was das alles bedeutet, was man singt.

 

Mr. Arp: Nen paar schöne Fotos dazu.

 

Erek: Nen paar schöne Fotos dazu, genau, dann wird das richtig nett optisch aufgepeppt. Und dann gehts in die Charts!

 

Navigator: Na das wollen wir doch mal hoffen.

 

Mr. Arp: Aber hier spielen wir dann trotzdem noch, ne?

 

Lucius: Hier spielen wir einmal im Jahr immer.

 

Navigator: In die Heimat muss man zurück.

 

Erek: Ja, genau! Das ist ja der Ursprung hier, der Ursprungsort.

 

Mr. Arp: Ja. Das ist der Ursprungsort. Das war auf meinem 60. Geburtstag...

 

Lucius: Auf deinem 40. Geburtstag!

 

Mr. Arp: Auf meinem 60. Geburtstag! Ich bitte das zu betonen.

 

Erek: Das schneiden wir raus, das schneiden wir raus!

 

Mr. Arp: Bitte in Fettschrift, rot unterstrichen! Ich steh dazu. ... habe ich dann die Band gefragt "Wollt ihr auf meinem Geburtstag auftreten?" Alle haben "Ja!" geschrien. Das war dann unser allererstes Konzert, live, da waren wir noch nicht mal ein Jahr zusammen.

 

Lucius: Ein dreiviertel Jahr ungefähr.

 

Mr. Arp: Ein dreiviertel Jahr... Wir haben das aber gut gerockt, die Bühne.

 

Antje: Für mich war es das erste Mal überhaupt.

 

Viona: Das stimmt, für unseren Seeker war es überhaupt das erste Konzert.

 

Mr. Arp: Das allererste in deinem Leben.

 

Antje: Das allererste... und das dritte war dann schon der Leinewebermarkt.

 

Navigator: Rasanter Aufstieg! :D

 

Antje: Wenn's so weiter geht...

 

Mr. Arp: Ja, demnächst auf den Bühnen der Welt...

 

Lucius: Wacken machen wir nächstes Jahr!

 

Erek: Leinewebermarkt 2.6., Sonntagabend, wir sind die letzte Band die überhaupt aufm Leineweber spielt. Dann zu später Stunde, wahrscheinlich 21 Uhr

 

Navigator: Das Beste kommt zum Schluss.

 

Erek: Ja, das ist... genau! Und dann noch mal in privater Atmosphäre aufm Klosterplatz am 11.7. zum Abendmarkt, Donnerstag 18:30 oder so fangen wir an. Das ist natürlich auch wieder ne Herausforderung. Da sind eigentlich Leute, die also mit nem Glas Wein in der Hand, bisschen was zu essen, überall herumsitzen und sich unterhalten. Und da das Publikum zu erreichen ist eigentlich ziemlich schwierig. Das ist zu ebener Erde, keine Bühne, einfach da mitten rein. Wollen wir mal gucken, wie's wird.

 

Mr. Arp: Ja, es wird immer schwierig, wenn keine Bühne vorhanden ist. Aber auch das werden wir schaffen.

 

Lucius: Wir werden das hinkriegen!

 

Erek: Unser Jost mischt das schon.

 

Mr. Arp: Wäre nicht das erste Mal.

Konzertimpressionen

Navigator: Wir haben ja schon von den Bühnen der Welt gesprochen. Wer sind eure Vorbilder und mit wem würdet ihr vielleicht gerne mal zusammenarbeiten?

Lucius: Musikalische Vorbilder?

 

Navigator: Genau.

 

Lucius: Das ist zu peinlich...

 

Mr. Arp: Musikalische Vorbilder habe ich von Pink Floyd bis Deep Purple die ganze Bandbreite. Gerne auch R'n'B und Soul dabei. Spielen tu ich aber am liebsten Rock.

 

Lucius: Also musikalisch mein absolutes Vorbild ist Kai Hansen, wer den kennt. Gitarrentechnisch, wer mich wirklich inspiriert hat am Anfang, war Dave Murray von Maiden. Beziehungsweise jetzt bin ich vom Stil her eher Adrian Smith, so ist man halt im Leben dann irgendwann. Aber Kai Hansen würde ich natürlich unglaublich gerne mal kennen lernen und auf die Bühne mit Tobias Sammet, also mit Avantasia, das wär natürlich... aber ich kann ja nicht singen!

 

Mr. Arp: Auf'er Bühne möchtest du solche berühmten Musiker haben?

 

Lucius: Ja, ich wär viel zu schlecht für die, aber...

 

Mr. Arp: Ja, dann habe ich aber auch einen Wunsch! Dann möchte ich gerne Neil Young auf der Bühne haben.

 

Lucius: Nicht die auf meiner Bühne, ich auf deren Bühne.

 

Mr. Arp: Ah so.

 

Lucius: Anders ist es doch gar nicht denkbar.

 

Viona: Ja, ich denke mal auch, Jethro Tull, ne.

 

Erek: Bei mir ist es ganz klar Tull, wegen der Flöte auch, und die Gesamtpräsentation. Und eben als Hauptband so würde ich auch sagen Deep Purple.

 

Mr. Arp: Ach guck mal!

 

Viona: Dem kann ich mich anschließen. Und Nightwish.

 

Antje: Ich schlage übrigens voll aus der Richtung. Nils Frahm und Ólafur Arnalds.


 

Navigator: Was steht für 2019 beziehungsweise die nähere Zukunft noch so an?

 

Lucius: Die CD, die Auftritte, natürlich gerne noch mehr Auftritte.

 

Viona: Dann planen wir demnächst eventuell noch ein Video.

 

Mr. Arp: Oh ja, ja, ja, ja! Da haben wir einen großen Plan. Und zwar, ein Musikvideo zu drehen über einen Song,

den wir spielen. Noch haben wir nicht genau entschieden, welchen Song wir nehmen. Oder doch?

 

Viona: Nein, noch nicht ganz.

Lucius: Wir können die Fans ja entscheiden lassen...

 

Mr. Arp: Genau. Heute Abend Abstimmung! Welchen Song hättet ihr gerne als Film?

 

Lucius: Dann müssen wir denen aber vorher sagen...

 

Viona: ... worum es geht. :D

 

Mr. Arp: Das können wir aber manipulieren. "Wollt ihr Rescue Me?"

 

Erek: Na und ich würde gerne mal auf so nem großen Steampunk-Festival spielen. Irgendwo auf ner großen Bühne, das wär nicht schlecht. Wo wirklich dann auch Steampunker hinkommen.

 

Mr. Arp: Große Bühne ist ein sehr gutes Stichwort. Heute spielen wir auf ner irre kleinen Bühne, es ist wirklich ne riesige Belastung, als Musiker auf winzig kleinen Bühnen zu spielen. Man hat keinen Platz, man hat auch den denkbar schlechtesten Sound.

 

Lucius: Hör auf zu meckern, wir werden das heute gut machen!

 

Mr. Arp: Aber große Bühnen, wo man sich ausleben kann, das ist ein Genuss.

 

(Bongo gesellt sich dazu)

Bongo: Ich war in meinem mobilen... uhm, Umziehdingsbums!

 

Mr. Arp: Hast du den Wohnwagen mit?

 

Bongo: So ungefähr...

 

Lucius: Dann kommst du rechtzeitig zur letzten Frage.


 

Navigator: Zum Abschluss eine Frage, die wir allen Künstlern und Bands stellen: Wenn ihr euch jetzt aussuchen dürftet, was in weit entfernter Zukunft mal auf eurem Grabstein geschrieben stehen soll, was würdet ihr gerne dort sehen?

Mr. Arp: Oiiiiii!

Viona: So was fragt ihr?

 

Mr. Arp: Was soll auf meinem Grabstein stehen?

 

Bongo: "Er war stets bemüht." (allgemeines Gelächter)

 

Erek: "Kommt näher, es wird nicht so laut." Nee, bei ihm (deutet auf Arp) müsste nen riesiger Monitor drauf sein.

 

Mr. Arp: Also bei mir soll auf'm Grabstein stehen "Soundcheck eines Bassisten: Bumm!"

 

Viona: Ich könnte mir vorstellen "Komm mal vorbei, im Jenseits kann man auch Spaß haben."

 

Mr. Arp: Sehr schön.

 

Lucius: Oder vielleicht so was wie "The best is yet to come" oder so.

 

Mr. Arp: "Ich hab keine Zeit."

 

Antje: Oh man...

 

Mr. Arp: Fällt dir nichts ein?

 

Antje: "Sie hat gelebt und Musik gemacht."

 

Bongo: Oder vielleicht "Wir warten immer noch auf sie."

 

Antje: "Sie war da."


 

Navigator: Vielen Dank für das Interview und den tollen Abend!

Bericht, Bilder und Interview von Alex