Hell Nights 2019

Wie jedes Jahr am 31.10. ging es auch diesmal wieder nach Köln zur Hell Nights! Das älteste und größte „Horrorpunk“ Festival ist ein Pflichttermin zu Halloween. Selbst wenn das Line-up nicht unbedingt immer den persönlichen Geschmack trifft, so ist es gleichzeitig aber auch ein großes Treffen mit Freunden, die aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland anreisen. Das „gruselige“ Treiben eröffnete die Aachener Punkabilly-Kombo Bloodstrings! Die Band um Sängerin Celina machten eine tolle Show und gaben mächtig Gas um Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen. Musikalisch lag das Ganze zwischen Kitty in a Casket und Creepshow.

Das erste Highlight des Abends war ganz eindeutig die lokale Misfits-Coverband Die Die Darlings. Im schrägen und etwas verstörenden Gothic-Lolita Outfit ballerten die Jungs dem Partyvolk die besten Songs der Danzig-Ära um die Ohren. Ob „Halloween“ oder „Where Eagles Dare“ - die Band machte einfach Laune und überraschte so manche Besucher, die jetzt richtig in Schwung kamen.

The Bloodstrings
Foto by: Michael Wadenpohl

Die Die Darlings

Foto by: Michael Wadenpohl

Dieser wurde leider von den Fliehenden Stürmen etwas gebremst, da die extrem düstere, depressive Grundstimmung der Musik nicht gerade zum Feiern einlädt. Es muss jedoch gesagt sein, dass Fliehende Stürme eine sehr gute Band sind und auch live überzeugen, allerdings nicht unbedingt passend zu einem Halloween-Partyabend.

Fliehende Stürme
Foto by: Michael Wadenpohl

Wie jedes Jahr machten die Jungs von The Other den Abschluss und zeigten zum 20-jährigen Bandjubiläum was sie noch drauf haben - und das war eine Menge! Thorsten und seine Bande rotzten in bester Spiellaune viele alte Kracher wie „Lovers Lane“, „Beware of Ghouls“, „Hyde Inside“ und auch neues Material wie „A Party with Crystal Meth“ oder „Bloodsucker“. Gerade die älteren Songs machten verdammt viel Spaß und zeigten eindeutig wo die Wurzeln der Band liegen! Nach 19 Songs und einigen Drinks endete der Konzert-Teil. Die anschließende Aftershow-Party mit DJ Kämpfer ließ den Abend ausklingen. Zusammenfassend: Die Hell Nights 2019 war gut gelungen und die neue Location ist wesentlich besser als ihre Vorgänger. Mir persönlich fehlen etwas die „einschlägigen“ Horrorpunk-Bands aus Übersee.

The Other

Foto by: Michael Wadenpohl

Rezension von Stumpf