Paddy And The Rats

Auf dem Festival Festivalkult Porta Westfalica

Sehr spontan entschieden Alex und ich uns, auf das Umsonst und Draußen Festival zu fahren um ein Interview mit Paddy And The Rats zu machen. Hier gehts zum Interview. Am 04.08.2018 fuhren wir nachmittags nach Veltheim Porta Westfalica. Der Kontakt mit den Festivalveranstaltern im Vorfeld war sehr angenehm und unproblematisch. Alles war ganz locker und bedurfte keiner großen Diskussionen. Ganz im Sinne des Festivals.

Was uns als erstes auffiel waren die zahlreichen Kinder. Überall liefen Familien mit Kindern umher. Ausgestattet mit Gehörschutz tollten die Kinder wild auf dem Gelände umher. Eltern tanzten mit ihrem Nachwuchs und Väter hüpften mit ihren Töchtern vor der Bühne herum. Selbst eine Area für Kinder gab es, mit Hüpfburg und Kinderschminken. Ich fand es großartig und nahm mir vor, meine kleine Tochter auch mal hierhin mitzunehmen.

Es war ein sehr heißer Sommertag. Über 30°C waren es und kaum Wolken am Himmel. Die Veranstalter haben aber auch daran gedacht. Eine Dusche zum Durchlaufen stand am Eingang zum Konzertgelände. Zudem liefen Mitarbeiter des Festivals vor der Bühne mit einem Schlauch hin und her und sprühten Wasser ins Publikum. Zudem gab es Chillout Areas mit Schatten durch Sonnensegel. Die Preise lagen mit 1,50 € für ein 0,4 l Becher Wasser weit unter dem was man von anderen Festivals gewohnt war.

Nach unserem Interview mit der Band schlenderten wir über das Festivalgelände. Es war wirklich für alle Musikgeschmäcker etwas dabei. Zudem legt das Festival Wert auf Nachhaltigkeit, was mir sehr gefiel. Schließlich ließen wir uns vor der Hauptbühne im Schatten nieder und warteten. Es war nicht sehr viel los. Die brütende Sonne schreckte wohl viele ab und die vorherige Band spielte Psychedelic Rock. Dieses recht spezielle Genre zog anscheinend weniger Publikum an.

Dann ging es los. Mit „He´s A Pirate“ aus dem Film Fluch der Karibik betrat die Band die Bühne und legte sofort mit einem ihrer größten Partysongs los: „One last Ale“. Während ich zu Beginn des Songs noch viel Platz und freie Bahn zum Fotografieren hatte, füllte sich der Platz vor der Bühne noch bevor der erste Song zu Ende war. So ging es weiter. Um uns herum füllte sich der Platz vor der Bühne mit Menschen aus allen Musikgenres und alle tanzten zusammen oder alleine zum Folkrock von Paddy And The Rats.

Interview folgt in Kürze

In der Mitte des Konzerts kündigte Paddy ein Stück aus ihrer Heimat an. Sie spielten Brahms ungarische Tänze Nr. 5. Wer das Stück kennt, kann sich vielleicht vorstellen, wie schnell es in eine Punkversion gespielt wird. Ich habe mir wirklich Sorgen um verknotete Finger in Gitarrenseiten gemacht. Jedoch spielte die Band, dieses wahnsinnig schnelle Stück souverän und ohne Knoten in Seiten oder Fingern.

Um uns herum füllte sich alles mit tanzenden Menschen um der Hitze zu entgehen, spritzten Mitarbeiter des Festivals mit Gartenschläuchen Wasser in die Menge. Paddy spielte das berühmte Nachsingspiel mit dem Publikum. Dies machte alles begeistert mit, bis zu dem Punkt als Paddy anfing zu Jodeln und zu Skaten. Ja, der Mann kann singen.

Alles in Allem war es eine großartige Show und auch das Festival ist absolut zu empfehlen!

Artikel geschrieben von Brina
Fotorechte: Brina