Ghostland


Ghostland ist ein Krimi des Regisseurs Pascal Laugier aus dem Jahre 2018.


In den Hauptrollen spielen:

Mylène Farmer, Crystal Reed, Anastasia Phillips


Colleen zieht mit ihren beiden Töchtern Beth und Vera in das leere, altbacken eingerichtete und irgendwie unangenehme Haus ihrer verstorbenen Schwester. Alle drei wollen dort einen Neuanfang starten. Dazu kommt es jedoch nicht, weil sie bereits schon am ersten Abend von zwei brutalen Sadisten überfallen werden, die die Frauen zwar abwehren können, jedoch hat sich ihr Leben nach


dieser Nacht komplett verändert. Dieses Ereignis beeinträchtigt ihr gesamtes weiteres Leben nachhaltig negativ.

Beth, die vermeintlich am besten mit dem Trauma umgeht, wird durch das Leid ihrer Familie jedoch nie ganz losgelassen und eilt eines Nachts eilig in das alte Landhaus, um nach ihrer Schwester zu sehen, die ihr einen telefonischen Hilferuf gesandt hat. Damit kehrt sie zurück in die beklemmende Stimmung der zerstörten Leben und muss feststellen, dass noch immer neue Wunden gerissen werden.

Dieser Film ist ein Krimi, der mit den großen Filmen wie Schweigen der Lämmer oder Shining in einer Liga spielt und, dass sei an dieser Stelle schon mal klargestellt, er ist nichts für schwache Nerven. Ich bin bestimmt nicht zart besaitet, aber ich musste abbrechen und den Rest am Folgetag sehen. (Ich weiß, einige werden lachen, aber das ist an jene gerichtet, die unbedarft an den Film ran gehen, weil er oft gute Bewertungen erhält)

Dennoch kann ich diesen Film ebenfalls empfehlen. Er ist sowohl vom Set - hauptsächlich das alte Haus im Stiele eines klassischen Horrorhauses, als auch in der beklemmend, beängstigenden Stimmung sowie der schlüssigen Geschichte gut gemacht und findet seinen Weg in den Kopf des Zuschauers.

Nachdem der Film zu Beginn mit klassischen Horroreffekten aufwärmt, herrscht während der Haupthandlung der tiefgehende und in vielen anderen Filmen fehlende psychologische Effekt vorherrschend.  Man erlebt nicht nur die körperlichen Verletzungen, sondern hauptsächlich die seelischen Wunden mit, die schlimme Traumata auslesen können.

In dem Film spielt somit Blut eine untergeordnete Rolle. Viel mehr spielt neben dem Entkommen aus einer bedrohlichen Situation die Frage, was die Erlebnisse für die Zukunft der Protagonisten bedeuten eine große Rolle.

Ich würde den Film nicht für 16 Jährige empfehlen. Selbst mit 18 Jahren halte ich ihn nicht für geeignet. Dennoch hat er das Potential ein Erlebnis für all jene darzustellen, die gefestigt genug sind sich mit der dunklen Seite der Menschen zu befassen. Kein seichter Film für zwischendurch.


Bewertung: 4/5

Rezension von Timo